Smarthome-Allianz lässt sich Zeit

1. Januar 2020 0 Von Horst Buchwald

Smarthome-Allianz lässt sich Zeit

New York, 1.1.2020

 

Die drei Tech-Rivalen Amazon, Apple und Google arbeiten an einem gemeinsamen Smarthome-Standard für die Vernetzung von Geräten im smarten Zuhause. Zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe gehören unter anderem auch Ikea, Samsungs Heimvernetzer SmartThings, der Chip-Spezialist NXP sowie der Hersteller der vernetzten “Hue”-Lampen, die Philips-Abspaltung Signify.

Die Allianz hat sich das Ziel gesetzt, mit einem neuen offenen Standard die Verbindung verschiedener Geräte im vernetzten Zuhause zu vereinfachen. Bislang funktionieren vernetzte Lampen, Thermostate, Sicherheitskameras oder Türschlösser zum Teil nur in Systemwelten einzelner Anbieter, sind aber oft untereinander nicht kompatibel.

Der neue Standard solle auf dem Internet-Protokoll basieren und ohne Lizenzgebühren für alle verfügbar sein, teilten die beteiligten Unternehmen mit.

Verbraucher, die vom neuen Standard profitieren wollen, müssen sich noch gedulden. Die Arbeitsgruppe der Unternehmen geht davon aus, das sie erst Ende 2020 die Spezifikationen festlegen und eine erste Referenz-Umsetzung präsentieren kann.

Die Idee sei, einen ergänzenden Standard zu heutigen Technologien zu schaffen, erläuterte die Arbeitsgruppe. Amazon, Apple und Google verpflichteten sich zugleich, bisherige Geräte weiterhin zu unterstützen.

Zuvor hatten sich schon die Smarthome-Plattformen Homekit (Apple) und Alexa(Amazon) zu einer wichtigen Schnittstelle vereint, über die Verbraucher Technik verschiedener Anbieter einbinden und bedienen können. Sie sollen im neuen Projekt genauso unterstützt werden wie Googles Protokoll Weave sowie der bereits oft verwendete “Dotdot”-Standard der Zigbee-Allianz.

 

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