EU-Kommission: Daumenschrauben für „KI-Technologie mit hohem Missbrauchsrisiko“

EU-Kommission: Daumenschrauben für „KI-Technologie mit hohem Missbrauchsrisiko“

20. Februar 2020 0 Von Horst Buchwald

EU-Kommission: Daumenschrauben für „KI-Technologie mit hohem Missbrauchsrisiko“

Brüssel, 20.2.2020

Die Europäische Kommission hat heute ihren Plan zur strengen Regulierung der künstlichen Intelligenz (KI) in Form eines Weißbuchs vorgestellt. Sie kündigte an, neue Gesetze auszuarbeiten, um den Einsatz von Technologie mit hohem Risiko zu regeln. Als Beispiele werden medizinische Geräte und autonom fahrende Autos genannt. , der sich von mehr Freilaufansätzen für die Technologie in den USA und in China unterscheidet. Enthalten ist auch ein Verbot von „Black-Box“ – KI- Systemen, die Menschen nicht interpretieren können.

Als Teil des Weißbuchs der Exekutive zur künstlichen Intelligenz wurde eine Reihe von „risikoreichen“ Technologien für die künftige Überwachung vorgesehen, darunter auch solche in „kritischen Sektoren“ und solche, die als „kritisch“ angesehen werden.

Zu den kritischen Sektoren gehören das Gesundheitswesen, der Transport, die Polizei, die Rekrutierung und das Rechtssystem, während zu den Technologien mit kritischem Nutzen solche Technologien gehören, die ein Risiko für Tod, Beschädigung, Verletzung oder rechtliche Auswirkungen haben.

Technologien der Künstlichen Intelligenz, die unter diese beiden Kategorien fallen, müssen sich an strenge Regeln halten, die auch Konformitätsprüfungen und Kontrollen umfassen könnten, teilte die Kommission am Mittwoch mit.

Sollten bestimmte Technologien diese Anforderungen nicht erfüllen, könnten Sanktionen verhängt werden. Solche „risikoreichen“ Technologien sollten laut Kommissionsdokumenten auch „unter menschliche Kontrolle“ gestellt werden.

Ein weiterer Bereich, in dem sich die Kommission um eine bessere Überwachung bemühen wird, ist die Verwendung potenziell verzerrter Datensätze, die sich negativ auf demographische Minderheiten auswirken können.

Die Präsidentin der Europäischen Kommisson, Ursula von der Leyen, wies darauf hin, das Ziel dieser Vorschriften sei „Vertrauen statt Angst“ zu fördern. Der Plan enthält auch Maßnahmen zur Aktualisierung der KI-Strategie der Europäischen Union für 2018 und zur Förderung von Milliarden in Forschung und Entwicklung im nächsten Jahrzehnt.

Die Vorschläge sind nicht endgültig: In den nächsten 12 Wochen können Experten, Lobbygruppen und die Öffentlichkeit den Plan abwägen, bevor die Arbeit an der Ausarbeitung konkreter Gesetze ernsthaft beginnt. Eine endgültige Regelung muss vom Europäischen Parlament und den nationalen Regierungen genehmigt werden, was in diesem Jahr unwahrscheinlich ist.

Für europäische KI – Forscher offenbare Europa, das es der KI gegenüber ziemlich vorsichtig gegenüberstehe . Der Gegensatz zu den USA und China sei sehr groß.Während in diesen Staaten die politische Elite nur selten daran denkt, ihren Spitzenunternemen aus der KI- Branche Daumenschrauben anzulegen, glaubt die EU-Elite offenbar, die von ihnen favorisierte Regulierung werde dem Wettbewerb nützen. Indem sie durch diese Regulierung das Vertraue der Verbraucher gewinne, erziele sie eine breitere Akzeptanz der KI.

Ki-news.online wird sich in den nächsten Tagen dem Themen Wettlauf um die KI-Vorherrschaft sowie den Digitalisierungsstrategien der führenden Weltmächte intensiver widmen.

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