Mähroboter – Nützliche Helfer im Garten?

Mähroboter – Nützliche Helfer im Garten?

29. April 2020 0 Von Horst Buchwald

Mähroboter – Nützliche Helfer im Garten?

Berlin, 29.4.2020

Ich schaue in des Nachbars Garten und sehe, wie der Mähroboter lautlos über den Rasen gleitet und frage mich, ob ich mit meinem knatternden Rasenmäher noch auf der Höhe der Zeit bin?

Ein Mähroboter – wäre das nicht auch was für uns? Klar. Doch unser Grundstück unterscheidet sich von dem des Nachbarn- dort gibt es keine Steigungen, keine Blumenbeete und auch kein Spielzeug, das rumliegt. Oder ist das dem Robo egal?

Ich stehe am Zaun und denke: Auto ist weg also keiner da. Wie wär‘ s wenn ich mir den einfach mal ausleihe? Für einen kleine Test? Merkt doch niemand. Ja, da beginnt es schon: wie kann man diese Dinger sichern? Ich will ja nicht noch einen Wachhund kaufen oder teure Videokameras. Nein, das Ding muss ja wohl intelligent gesichert sein.

Ich befrage das schlaue Internet. Hier das Ergebnis meiner Tiefenanalyse: es gibt „dumme“ Diebe, die nehmen nur den Robo mit. Doch ohne Ladestation und Begrenzungskabel, ist er wertlos. Die Schlaueren packen alles ein – auch wenn das länger dauert und das Risiko, erwischt zu werden, steigt.

Nun gibt es jedoch auch dumme und schlaue Roboter. Gemeint ist dies: sie sind durch einen PinCode abgesichert. Einige ohne und die guten mit Hebesensor. Das bedeutet dann: Ein Robo mit Hebesonsor will innerhalb weniger Sekunden den Geheimcode haben, sonst löst er Alarm aus. Angeboten wird dann noch: GPS- Tracking. In seltenen Fällen erhält man den gestohlenen Kamerad zurück, in der Regel hilft‘ s nicht. Bleibt noch die Diebstahlversicherung – sofern diese Geräte nicht schon von der Hausratsversicherung abgedeckt sind.

Der Roboter ist nicht harmlos, denn er hat ein Schneidwerk. Kippt das Gerät und die Messer laufen weiter, droht Verletzungsgefahr – insbesondere für Kinder, die zu spät reagieren oder die Gefahr nicht sehen. Das heißt: so ein Gerät sollte generell abschalten, wenn es angehoben wird, damit nicht Finger oder Arme verletzt werden – z.B. wenn eine Kugel unter das Gerät rollt und ein Kind im Eifer des Gefechts danach greift.

Kaufen Sie kein überdimensioniertes Gerät. Der Masstab ist die Gartengröße. Ist die Fläche zudem noch verwinkelt und es gibt Steigungen benötigt der Roboter Spielraum, denn der muss sich hier länger orientieren.

Zum Schluss noch zwei Punkte, die häufig übersehen werden: 1. Lassen Sie den Rasen nicht zu hoch wachsen. Eigentlich logisch: Für das Abräumen eines Dschungels ist der Roboter ungeeignet. 2. der Mähroboter hat keine Selbstreinigung. Das muß der Mensch besorgen.

Wo bleibt die künstliche Intelligenz?

Es ist offensichtlich : Alle Mähroboter die derzeit den Rasen auf Vordermann bringen, besitzen keine künstliche Intelligenz, sondern arbeiten stur nach einem vorinstallierten Programm. Das Gerät lernt nicht dazu.

Doch es ist offensichtlich: wenn es autonom fahrende Autos auf unseren Straßen gibt, dürfte die Produktion eines Ki- gesteuerten Mähroboters wohl ein Kinderspiel sein? Im Prinzip schon. Derzeit ist jedoch nichts im Angebot. Wer ein wenig wartet, der könnte im September schon zugreifen.

Der Robo heißt „Toadi“ und Sie können ihn hier bewundern und eventuell auch gleich vorbestellen:

https://www.toadi.com/de_DE

In Stichworten: Selbstfahrend ( das bedeutet: alle Gegenstände oder Hindernisse sowie ein Blumenbeet erkennt er), Nachtsichtkamera, kein Begrenzungsdraht notwendig, geländegängige Offroadreifen.

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