Deutschland: bei der Digitalisierung nur Mittelklasse

Deutschland: bei der Digitalisierung nur Mittelklasse

17. Juni 2020 0 Von Horst Buchwald

Deutschland: bei der Digitalisierung nur Mittelklasse

 

Brüssel, 17.6.2020

 

Der von der Europäischen Kommision jährlich herausgegebene Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) bescheinigt Deutschland im Bereich der Digitalisierung ein eher durchschnittliches Bild. 2020 belegt das Land den 12. Platz im Index und liegt damit knapp oberhalb der Mitte der 27 gelisteten EU-Mitgliedsstaaten sowie Großbritannien.

Bitkom-Präsident Achim Berg erklärte dazu: „Deutschland liegt knapp über dem Durchschnitt der EU-Länder, ein Platz im Mittelfeld kann aber nicht unser Anspruch sein. Deutschland als Europas größte Volkswirtschaft muss auch in der digitalen Welt eine führende Rolle einnehmen.“ Das eher maue Gesamtergebnis wird aber durch einzelne Bereiche nach unten gezogen. „Besonders schlecht sieht es […] bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung aus“, sagt Berg. Unter anderem Belange mit Behörden würden noch nicht umfassend online geregelt. Bei den angebotenen digitalen öffentlichen Diensten belegt Deutschland nur Platz 21.

Vergleichsweise gute Noten erreicht Deutschland bei der Internetinfrastruktur – auch wenn es gefühlt immer noch sehr viele Funklöcher und fehlende Breitbandanschlüsse gibt. Hier konnte Deutschland in diesem Jahr nach Platz 14 im vergangenen Bericht 2019 um 6 Plätze nach oben steigen und belegt nun den achten Platz.

Laut dem Bericht sind unsere Funkmasten überdurchschnittlich gut ans Internet geschlossen. Zudem ist das Netz mit rund 80.000 Masten gut ausgebaut. Viele von ihnen seien bereits für 5G vorbereitet und würden nur kleinere Eingriffe benötigen, um den neuen Mobilfunkstandard zu versenden. Das ist vorteilhaft für einen schnellen 5G – Ausbau. Ebenfalls gut für 5G vorbereitet sind u.a. Finnland, Ungarn und Italien.

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