DFKI auf der HANNOVER MESSE 2021

DFKI auf der HANNOVER MESSE 2021

12. April 2021 0 Von Horst Buchwald

DFKI auf der HANNOVER MESSE 2021

 

Saarbrücken, 12.4.2021

 

Das Leitthema der Hannover Messe 2021 ist die „Industrial Transformation“. In diesem Bereich forscht das Deutsche Institut für Künstliche Intellgenz (DFKI) nun schon seit 10 Jahren. Zusammen mit ihren Projektpartnern präsentieren sie anwendungsorientierte Forschung zu den zentralen KI-Forschungsfeldern Deep Learning, Robotik, Sensorik, Mensch-Roboter-Kollaboration, Sprachtechnologie, Bildungstechnologie, GreenTech, Smarte Services in Industrie- und Geschäftsprozessen, Gaia-X, Erklärbarkeit und Vertrauenswürdigkeit von KI-Systemen.

Eine Auswahl der Exponate :

 

AdEPT – Augmented-Reality- und KI-basiertes Lern-, Lehr- und Kollaborationswerkzeug für die betriebliche Aus- und Weiterbildung 
Im Projekt AdEPT entsteht ein Augmented-Reality-basiertes Lern- und Lehrwerkzeug für die betriebliche Aus- und Weiterbildung. Darin enthalten ist eine KI-basierte Peer-Tutoring-Funktionalität, mit der dynamisch und kontextsensitiv Lernpartnerschaften zwischen Schülerinnen und Schülern in Ausbildungswerkstätten oder Klassenräumen initiiert werden können.

BIONIC – Intelligente Sensornetzwerke reduzieren körperliche Belastungen am Arbeitsplatz 
Am Körper getragene Sensoren ermitteln Daten zur Herz- und Atemfrequenz oder zur Körperhaltung. Spielerische Anwendungen und eine Trainings-App motivieren, einseitigen Belastungen entgegenzuwirken und geben personalisierte und medizinische Hilfestellung für das Training zu Hause.

CoMem – KI zur Assistenz der täglichen Arbeit im Unternehmen 
Das Unternehmensgedächtnis CoMem erschließt das in Unternehmensdaten steckende Potenzial mit Methoden der KI und bettet diese in die Arbeitsumgebungen der Mitarbeitenden ein. Das in CoMem mobilisierbare Wissen setzt sich u.a. aus Daten zu Aufgaben und Prozesse, gemachte Erfahrungen und Entscheidungen zusammen. Auf diesem Datenschatz werden Wissensdienste realisiert und in den Arbeitsplatz als wissensbasierte Assistenz integriert. Eingebettet in die tägliche Arbeit ermöglicht CoMem intelligentes Suchen oder gibt Empfehlungen zu anstehenden Aufgaben.
DFKI4planet – KI für Umwelt und Nachhaltigkeit 
Nachhaltige KI-Schlüsseltechnologien helfen, Lösungen für globale Herausforderungen wie Klimaschutz, Energiewende und Ressourcenschonung zu entwickeln und voranzutreiben. Um das Potenzial des DFKI auf diesem Gebiet abzubilden, wurde das Kompetenzzentrum „Künstliche Intelligenz für Umwelt und Nachhaltigkeit“, kurz „DFKI4planet“, ins Leben gerufen.  Dieses bündelt das Expertenwissen der unterschiedlichen Forschungsbereiche, um gemeinsam Ideen und Konzepte für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Einsatz von KI zu erarbeiten. Zudem dient es als Anlaufstelle für interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Umweltorganisationen und Firmen sowie dem Austausch mit Politik, Behörden und der Öffentlichkeit.

InGewA – Der integrierte Gewerbesteuerassistent
DFKI und DeepReader GmbH haben gemeinsam mit dem Energiedienstleister enviaM auf ihrer Technologieplattform eine generische Anwendung zur intelligenten Bearbeitung von Gewerbesteuerbescheiden entwickelt. Der integrierte Gewerbesteuerassistent „InGewA“ zeichnet sich durch eine hohe Performance und Prozessintegration aus. Die Installation von InGewA kann je nach Unternehmensstrategie sowohl in eigener Umgebung erfolgen oder in der Cloud betrieben werden. Die generische Integration in die unternehmensspezifischen Prozesse ist über Standardschnittstellen realisierbar.

Innovative Retail Laboratory (IRL) – Anwendungsnahe Forschung für den Handel der Zukunft 
Einen visionären Blick auf den Einzelhandel der Zukunft gibt das Innovative Retail Laboratory (IRL) des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) seit 2007. Erst durch die Verknüpfung von Informationen aus unterschiedlichen Datenquellen und deren semantischer Interpretation kann aus Informationen Wissen generiert werden. Die Entwicklung entsprechender, intelligenter Assistenzsysteme für Kunden und Mitarbeiter des Handels ist die Kernvision des IRL.

KI-Campus – Die Lernplattform für Künstliche Intelligenz 
Die digitale Lernplattform richtet sich an Studierende verschiedener Fachrichtungen, an Berufstätige und andere lebenslang Lernende. Ziele sind, dem akuten Fachkräftemangel zu begegnen und einen mündigen Umgang mit KI in der Zivilgesellschaft zu befördern.

Robotics Innovation Center – Intelligente Robotik – für Land, Wasser, den Weltraum und den Menschen 
Der DFKI-Forschungsbereich Robotics Innovation Center (RIC) kombiniert KI-Methoden mit modernster Robotik und erforscht mobile Systeme für die verschiedensten Einsatzbereiche: Rover zur Erkundung fremder Planeten und autonome Unterwasserfahrzeuge für seichte bis tiefe Gewässer gehören ebenso zum Repertoire des RIC wie Roboter auf Rädern oder auf zwei bis sechs Beinen, die die Erdoberfläche erkunden, Menschen in der Produktion und Wartung unterstützen oder in Gefahrensituationen eingesetzt werden. Auch mithilfe von Exoskeletten zur körperlichen Rehabilitation, intelligenter Elektromobilität und einer sicheren Mensch-Maschine-Interaktion arbeitet das RIC daran, KI und Robotik für den Menschen einsetzbar zu machen.

Smart Construction – Künstliche Intelligenz im Baugewerbe 
Im Projekt wurde eine auf Industrie 4.0-Technologien basierte Web-Plattform entwickelt, die einen digitalen Informationsaustausch zwischen allen am Bau Beteiligten ermöglicht und intelligente Planungs- und Steuerungsdienstleistungen sowie kontinuierliche Qualitätssicherungs- und Dokumentationsprozesse realisiert. Gezeigt wird, wie sich automatische Zustandserfassung, Fernmanagement und Predictive Maintenance auf der Baustelle realisieren lassen. Intelligente und vernetzte Sensoren in Baumaterialien, in der Baustellenumgebung oder an Maschinen unterstützen die eingesetzten KI-Technologien.

TexaS – Baukasten für multifunktionale textiladaptierte Elektroniksysteme 
Voraussetzung für die erfolgreiche und zuverlässige Integration bestehender und zukünftiger elektronischer Systeme in Textilien sind Kontaktierungs- und Stromversorgungslösungen. Das Hauptanliegen des Vorhabens ist es, das Forschungsfeld der elektronischen Textilien und damit die Mikrosystemtechnik auch im textilen Sektor ganz im Sinne von Industrie 4.0 voranzutreiben. Ziele sind eine gesteigerte Funktionalität, Energie- und Ressourceneffizienz durch kostengünstige Prozesse und Verwendung alternativer Materialien und Langzeitstabilität. Bearbeitet werden: – Hybridintegration verschiedener Substratmaterialien und Funktionalitäten – Multifunktionale und aktive Interposer, alternative Materialien für Interposer – Embedding und Kontaktierung bei fortschreitender Miniaturisierung – Funktionales und anwendungsorientiertes Packaging.

TRACTAT, CAMELOT, RICAIP – Kontrollübergabe bei verteilten Industrie 4.0-Anwendungen 
Autonome Roboter können ihr Verhalten an den aktuellen Handlungskontext anpassen. Geraten sie in eine Situation, in der sie Hilfe, z.B. durch einen Menschen, benötigen, kann eine Kontrollübergabe eingeleitet werden. Der Roboter gibt Autonomie auf und überträgt die Steuerung so lange an einen Menschen, bis dieser die Situation bereinigt hat. Ein Transportroboter benachrichtigt in einer für ihn selbst nicht lösbaren Situation einen Menschen und verschafft ihm einen möglichst umfassenden Überblick. Unter Zuhilfenahme weiterer technischen Möglichkeiten zur Analyse, z.B. die Vogelperspektive einer Kameradrohne, behebt der Mensch das Problem, indem er die Kontrolle übernimmt und den Roboter von einem beliebigen Ort aus sicher fernsteuert.

Im umgekehrten Fall möchte ein Mensch evtl. einen Teil seines Arbeitsflusses zeitweise an einen Roboter abgeben, um einen kompletten Produktionsstillstand zu verhindern. Möglicherweise kann der Roboter nicht so schnell arbeiten wie der Mensch. In einem Roboter-Teach-In auf der Basis eines multimodalen Dialogsystems erteilt ein Mensch einem Roboter mittels Sprache und Gesten einen neuen Auftrag. Der Roboter fragt proaktiv fehlende Parameter beim Menschen nach und beginnt anschließend seine Arbeit.

XAINES – KI mit Narrativen erklären 
Ziel im Projekt XAINES ist es, KI-Erklärbarkeit sicherzustellen und Erklärungen (Narrative) zu erzeugen. Die Forschenden gehen der zentralen Frage nach, ob die KI in einem Satz begründen kann, warum sie so gehandelt hat oder ob sie es dem Nutzer interaktiv erklären muss. Ein Projektschwerpunkt ist die Erforschung von narrativen und interaktiven Erzählungen, die bei Verwendung von KI-Systemen besonders geeignet sind, um die Aufnahme von komplexen Sachverhalten zu erleichtern. Um erklärende Erzählungen zu erzeugen, werden (sprach-)markierte Sensordatenströme und prädikative Modelle verwendet. Sensorinformationen werden mit Sprachinformationen kombiniert, daraus entwickelt das KI-System ein Szenenverständnis, wodurch dann Erklärungen generierbar sind.

Die vollständige Übersicht finden Sie hier:

https://www.dfki.de/web/news/detail/News/dfki-auf-der-hannover-messe-2021-digital-edition

 

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