Intel-Chef erwartet Verschärfung des Chipmangels

Intel-Chef erwartet Verschärfung des Chipmangels

23. Juli 2021 0 Von Horst Buchwald

Intel-Chef erwartet Verschärfung des Chipmangels

San Francisco, 23.7.2021

Weil die Halbleiter in jedem Bereich knapp sind, kommt es weltweit immer häufiger zu massiven Produktionsausfällen. Zudem zeichnet sich ab, dass die Optimisten mit ihrer Prognose, spätestens im kommenden Jahr würde sich der Chipmarkt wieder beruhigen, verschätzt haben.

Intel- Chef Pat Gelsinger glaubt nicht mehr an ein schnelles Ende der Halbleiterkrise. Im Gegenteil, er geht davon aus, das sich die Knappheit in den kommenden Monaten zuspitzt und bis ins Jahr 2023 anhalten wird. „Während ich erwarte, dass die Talsohle bei den Engpässen in der zweiten Jahreshälfte durchschritten wird, wird es noch ein oder zwei Jahre dauern, bis die Industrie die Nachfrage vollständig erfüllen kann«, meinte der Intel-Chef.

Sein Unternehmen ist indessen dabei, neue Produktionskapazitäten aufzubauen. Gelsingers Plan läuft darauf hinaus, Auftragsfertiger für andere Chipentwickler zu werden. Er habe mit rund 100 Kunden bereits Gespräche geführt, so der CEO. Vor kurzem meldeten zahlreiche Medien, Intel werde den Auftragsfertiger Globalfoundries für 30 Milliarden Dollar übernehmen. Thomas Caulfield, CEO des Übernahmekandidaten, machte in einer Stellungnahme jedoch deutlich, dass es keinen Verkauf geben werde.

Zur Zeit profitiert Intel vor allem von der starken PC- Nachfrage. Allein im 1. Quartal verkaufte der Konzern 40 Prozent mehr Notebook-Prozessoren als ein Jahr zuvor.

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