Fehlhaltungen und die Folgen im Alter

Fehlhaltungen und die Folgen im Alter

5. März 2019 0 Von Horst Buchwald

Auch heute noch müssen weltweit Millionen Frauen und Männer an ihren Arbeitsplätzen monotone Bewegungsabläufe sowie schwere körperliche Arbeit hinnehmen. Dabei kommt es in der Regel zu Fehlhaltungen. Deren Spätfolgen sind Dauerschmerzen in Schulter, Rücken sowie dem Stütz- und Bewegungsapparat. Insbesondere ältere Arbeitnehmer leiden aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeiten (z,B. Maurer, Schweißer) an Störungen des Muskel-Skelett-Systems.
Das von der Europäischen Union (EU) mit 4 Mio. Euro geförderten Projekt BIONIC will nun KI-Lösungen finden, die bewirken, das die Gesundheitseinschränkungen reduziert werden. Mitglieder des Projects sind das DFKI ( Deutsches Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz) als Koordinator sowie zehn internationale Partner aus Medizin, Biotechnik, Elektronik, Informationstechnologie und Künstlicher Intelligenz.
Prof. Didier Stricker, der Projektkoordinator von BIONIC und Leiter des DFKI-Forschungsbereichs Augmented Vision/Erweiterte Realität erklärt: „Durch ein Netzwerk von verschiedenen, am Körper getragenen Sensoren wollen wir ein System entwickeln, welches den gesundheitlichen Zustand von Arbeitern im Verlauf des Tages anhand der Bewegungen erfasst. Die Analyse wird auf einem intelligenten Chip direkt am Körper stattfinden, so dass die Rohdaten direkt an der „Quelle“ vorverarbeitet und eine Berechnung der Datenströme in Echtzeit möglich wird. Neuartige Methoden der Risikoanalyse erlauben so eine direkte Rückmeldung zu Belastungen und Fehlstellungen. Spielerische Anwendungen und eine Trainings-App motivieren dazu, einseitigen Belastungen entgegenzuwirken und geben personalisierte und medizinische Hilfestellungen für ein Training zuhause.“

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