DFKI erprobt Gesundheits-App mit holistischen Daten für EU-Projekt CrowdHEALTH

DFKI erprobt Gesundheits-App mit holistischen Daten für EU-Projekt CrowdHEALTH

17. September 2019 0 Von Horst Buchwald

DFKI erprobt Gesundheits-App mit holistischen Daten für EU-Projekt CrowdHEALTH

 

Bremen, 17.9.2019

 

Ob beim Joggen oder beim Essen: Immer mehr Menschen nutzen digitale Technologien, um ihre Gesundheit zu verfolgen und zu optimieren. Aufgrund zahlreicher verschiedener Anbieter entstehen dabei jedoch sehr unterschiedliche Datenmengen, die sich schlecht vergleichen lassen. Mit dem EU-Projekt CrowdHEALTH und einer neuen WebApp will der Forschungsbereich Cyber-Physical Systems des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) gemeinsam mit internationalen Partnern diese Daten gesichert bündeln und durch KI-basierte Analysen auswerten. Für den Test der Gesundheits-App werden nun Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht

Ziel des Projekts ist es, aussagekräftige Analysen mit qualitativ hochwertigen holistischen Daten durchzuführen. Gemeint sind damit Daten aus allen Bereichen des persönlichen Wohlbefindens. Hierzu zählen neben Informationen zu Gesundheit, Ernährung und Fitness ebenso Angaben zu sozialen Aktivitäten und Gewohnheiten. Um diese holistischen Gesundheitsdaten („Holistic Health Record“) erfassen zu können, hat der Forschungsbereich Cyber-Physical Systems (CPS) des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz eine WebApp entwickelt, die nun in die Testphase geht.

Sichere Daten durch Registrierung mit Pseudonym

Mithilfe der mobilkonformen WebApp werden ganzheitliche Daten gesammelt, die als Grundlage für die nachfolgenden Analyseverfahren unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz dienen. Die Nutzung der App erfolgt hierbei unter einem nicht zurück verfolgbaren Pseudonym. Lediglich eine E-Mail-Adresse wird benötigt, um sich als Testperson zu registrieren. Diese wird jedoch durch eine nicht mehr umkehrbare Verschlüsselung gespeichert und lediglich für den Login genutzt. Jegliche weiteren Angaben erfolgen mithilfe des Pseudonyms. Neben der direkten Eingabe der gesundheitsrelevanten Daten lässt sich die WebApp außerdem mit dem Fitness-Tracker „FitBit“ verbinden. So können die Messergebnisse des Armbands problemlos direkt übertragen werden.

Die Testphase der neuen WebApp des Forschungsbereiches Cyber-Physical Systems unter Leitung von Prof. Dr. Rolf Drechsler ist für rund sechs Monate geplant. Am Ende soll eine semantische Datenbank entstehen, mit der die KI-basierten Analyseverfahren an den umfangreichen, mathematisch-logischen Daten getestet werden können. Über die WebApp kann zudem Feedback zur Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit gegeben werden. So unterstützen die Testpersonen nicht nur die Gesundheitsforschung; sie helfen zudem, einen möglichst effektiven Einsatz des Projekts CrowdHEALTH mitzugestalten.

Internationales Konsortium arbeitet an der Gesundheit von morgen

Die gewonnenen Ergebnisse aus der Untersuchung komplexer Korrelationen wie etwa zwischen dem Einkaufsverhalten, den Sportgewohnheiten und den sozialen Interaktionen der Testpersonen sollen Entscheidungsträgern in ganz Europa dienen. Hierzu zählen sowohl die Institutionen der Europäischen Union als auch die wissenschaftliche Forschung im Bereich der öffentlichen Gesundheit, Behörden, Schulen und Versicherungen.

Das Projekt CrowdHEALTH ist Teil des EU-Förderprogramms für Forschung und Innovation Horizont 2020 und stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur ganzheitlichen Gesundheit dar. Europaweit werden von den 20 im Konsortium kooperierenden Institutionen fünf Pilotstudien durchgeführt. Die Studie zur WebApp des DFKI ist dabei die einzige, die sich speziell auf Ernährung und Aktivitäten fokussiert.

Weitere Informationen und die Anmeldung zur Teilnahme können unter folgendem Link gefunden werden:

Projekt CrowdHEALTH: www.crowdhealth.eu
Anmeldung zur WebApp: ch.baall.de

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