Der Kommentar  Spieleindustrie: Wo bleiben die schwarzen Charaktere?

Der Kommentar Spieleindustrie: Wo bleiben die schwarzen Charaktere?

6. März 2022 0 Von Horst Buchwald

Der Kommentar

Spieleindustrie: Wo bleiben die schwarzen Charaktere?

Die Videospielindustrie hat die Filmindustrie gnadenlos abgehängt. Mit Einnahmen von 180 Milliarden Dollar in 2021 erzielte sie einen doppelt so hohen Betrag wie ihre Konkurenz.

Zu diesem Ergebnis hat nicht zuletzt die Erkenntnis beigetragen, dass Spiele auf zahlreichen Plattformen laufen: z.B. Tablets, Laptops und Smartphones. Die Möglichkeiten für Werbeaktivitäten und Kunden-Neugewinnungs- Kampagnen sind wesentlich größer als die der Kinobetreiber. Eben dies ist der Grund, warum Microsoft vor kurzem in dieses Segment eingedrungen ist. Sie werden sicher nicht die Letzten sein.

Wir schrieben am 18.1.2022: Das Ziel von Microsoft sei es: „jeden Menschen und jede Organisation auf der Welt zu befähigen mehr zu erreichen.“

Davon sind die Player jedoch noch weit entfernt. Während rund 75 % der schwarzen Amerikaner sich als „Gamer“ bezeichnen, würden dies nur 66% der Gesamtbevölkerung tun. Wie aber ist es dann zu erklären, dass in so gut wie keinem Spiel die Hauptrolle von Schwarzen besetzt werden? Angeblich arbeitet man jetzt daran, auch schwarze Charaktere in die Spiele zu integrieren.Wir sind gespannt. Erst wenn dies gelingt, kann davon die Rede sein, das „jeder Mensch“ für Spiele erreichbar ist.

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