Eine gewisse Sucht nach ChatGPT

Eine gewisse Sucht nach ChatGPT

25. Januar 2023 0 Von Horst Buchwald

Eine gewisse Sucht nach ChatGPT

New York, 25.1.2023

In einem LinkedIn-Beitrag lobte der indische Milliardär und Industrielle Gautam Adani die Fähigkeiten des ChatGPT-Tools von OpenAI und nannte es „einen transformativen Moment in der Demokratisierung der KI“. Der Vorsitzende und Gründer der Adani Group gab auch zu, dass er „eine gewisse Sucht“ nach ChatGPT habe, seit Ende November eine Demo des Tools von OpenAI veröffentlicht wurde.

Adami ist überzeugt, dass generative KI-Technologien „massive Wirkungen“ haben werde.

Ihre Gefährlichkeit gleiche der von Computerchips. Wettbewerb und Wachstum würden schnell „so komplex und verwickelt wie der anhaltende Krieg um Siliziumchips. “

Adani schrieb, dass chinesische Wissenschaftler jetzt mehr zitierte ki-orientierte Arbeiten veröffentlicht hätten als ihre amerikanischen Kollegen. Eine aktuelle Nikkei-Studie zeige, dass in China ansässige Organisationen im Jahr 2021 rund 43.000 KI-bezogene Arbeiten erstellten, etwa doppelt so viele wie in den USA. (S.den folgenden Text)

China schlägt die USA in KI-Forschungsleistung und -qualität?

China ist der Champion bei Forschungsarbeiten zu künstlicher Intelligenz- dies behauptet eine aktuelle Nikkei-Studie. Doch wie die ermittelten Daten zeigen, ist das nicht so eindeutig.

Nikkei arbeitete mit dem niederländischen Wissenschaftsverlag Elsevier zusammen, um wissenschaftliche und Konferenzbeiträge zu KI zu überprüfen, wobei etwa 800 KI-assoziierte Schlüsselwörter verwendet wurden, um die Beiträge einzugrenzen.

Betrachte man die Menge, so explodierte die Zahl der KI-Papiere von etwa 25.000 im Jahr 2012 auf etwa 135.000 im Jahr 2021. Dies spiegele den KI-Boom wider, der um 2012 begann, als Deep Learning in den Vordergrund rückte, so die Studie.

Die Studie bewertete unter anderem die Qualität der Forschung. Dazu wurde die Anzahl der Artikel gezählt, die zu den oberen 10 % gehörten. Ergebnis: 2012 führten die USA mit 629 dieser am häufigsten zitierten Artikel, China lag mit 425 auf dem zweiten Platz. China machte später dramatische Fortschritte und überholte schließlich 2019 die USA. Im Jahr 2021 entfielen 7.401 der am häufigsten zitierten Artikel auf China. Damit, so die Studie, sei „die amerikanische Bilanz um etwa 70 %“ übertroffen worden.

China sei bereit, diese Dynamik fortzusetzen. Im Rahmen eines 2017 veröffentlichten Regierungsplans zielt es darauf ab, die KI der nächsten Generation zu entwickeln und bis 2030 zum weltweit wichtigsten KI-Innovationszentrum zu werden. Zu den Zugpferden gehören die regierungsnahe Chinesische Akademie der Wissenschaften, die führende wissenschaftliche Einrichtung des Landes,. Sie verfüge über enorme Forschungskapazitäten. Auch die Tsinghua-Universität, eine öffentliche Forschungsuniversität in Peking, sei ein KI-Hotspot.

Laut der Studie gehören Tencent Holdings, Alibaba Group Holding und Huawei Technologies zu den Top-10-Unternehmen, die KI-Forschung betreiben. Das chinesische Kontingent gewinne stetig an Boden. Doch die Dominanz der amerikanischen Technologiegiganten wie die Google-Muttergesellschaft Alphabet, Microsoft und IBM- das waren die drei führenden Hersteller während des untersuchten 10-Jahres-Zeitraumes. In 2021 waren sechs US-Unternehmen unter den Top 10 der meistzitierten Forschung.

Chinesische Unternehmen gewinnen an dieser Front jedoch an Zugkraft. Bei der Forschungsleistung schaffte es 2012 nur ein chinesisches Unternehmen unter die Top 10. Noch 2016 behielten amerikanische Akteure einen großen Vorteil in der meistzitierten Forschung. Aber im Jahr 2021 belegten Tencent, Alibaba, Huawei und State Grid Corp. aus China vier der Top-10-Plätze in Bezug auf Volumen und Zitierungen. Als staatlicher Stromverteiler verfügt State Grid auch über einen der besten KI-Forschungszweige unter den chinesischen Unternehmen. Möglich wird dies durch die gesammelten Big Data von Hunderten Millionen intelligenter Zähler. State Grid entwickelt Technologien zur Vorhersage des Strombedarfs und zur Erkennung von Problemen im Stromnetz. Baidu, das Chinas führende Suchmaschine anbietet, belegte sowohl bei der Quantität als auch bei der Qualität der KI-Forschung den 11. Platz.

 

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