Samsung: Alles Bixby

Samsung: Alles Bixby

25. Februar 2019 0 Von Horst Buchwald

San Francisco, 24.2.2019

Samsung hat am Wochenende in San Francisco neue Produkte vorgestellt – vom neuen S10-Flaggschiff bis zum Galaxy Fold, einem Smartphone, das sich zu einem Tablet zusammenfalten lässt. Jeder dieser leistungsstarken Hardware liegt künstliche Intelligenz und Zugang zum Sprachassistenten Bixby zugrunde.

Um die Intelligenz von Bixby zu verbessern, hat Samsung Bixby Routines eingeführt – ein Dienst, der neben Bixby Vision und Bixby Home funktioniert.

Wie aus einem Tweet von Samsung Mobile hervorgeht, können Routines abends Ihr Telefon stummschalten, den Nachtmodus einschalten und mobile Daten ausschalten. Im Auto können Routines Freisprechbefehle und Ihren bevorzugten Musikanbieter einschalten. Er steht in den Sprachen Englisch, Koreanisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch und Britisches Englisch zur Verfügung.

Seit Veröffentlichung des Galaxy S8 2017 verfügen Samsungs Smartphones über eine Bixby-Taste zum Start des Sprachassistenten. Das Problem, wonach der Helfer nur Englisch, Koreanisch und Mandarin-Chinesisch verstand, ist nun behoben. Seit Ende 2018 stellte Samsung auch eine deutschsprachige Variante von Bixby zur Verfügung!

Bixby: Wachsender Funktionsumfang

Der Assistent ist mit allen Samsung-Apps kompatibel und steuert die Kamera oder den Internet-Browser. Zudem hat Samsung diverse Drittanbieter-Apps in das Bixby-Angebot integriert. Somit erhalten Sie Einblick in das aktuelle Fernsehprogramm oder Sie setzen die TV-Digital-App ein. Weitere Anbieter und Dienste sollen folgen.

Was lässt sich steuern?

Nutzer stellen auf Wunsch Wissensfragen („Wie wird das Wetter?“), starten Apps („Starte Google Maps“) oder rufen Smartphone-Funktionen auf („Mach den Bildschirm heller“). Außerdem lassen sich komplexere Schnellbefehle (wie bei Apples Kurzbefehle-App) erstellen. Auch eine Routine nach folgendem Muster können Sie erstellen: „Guten Morgen, den Wetterbericht bitte und alle meine Termine heute vorlesen.“

Bixby: Samsung verspricht Bedienungs-Revolution

Bixby soll nicht nur auf Galaxy-Smartphones Einzug halten. Eui-Suk Chung (Head of Software und AI bei Samsung) unterstrich auf der Entwicklerkonferenz welch große Bedeutung Bixby für Samsung hat: Die gesamte Entwicklung rund um die künstliche Intelligenz konzentriere sich auf den Sprachassistenten. Er propheizeite: „KI wird unseren Umgang mit Consumer Electronics komplett verändern. Mit dem neuen Bixby müssen die Menschen nicht mehr wissen, wie sie etwas tun. Sie müssen nur wissen, was sie tun wollen. Um den Rest kümmert sich Bixby. Der Assistent wird immer um uns herum sein.“ 2020 wolle Samsung über 1.000 KI-Experten beschäftigen und bis dahin über 22 Milliarden US-Dollar investieren.

Bixby: Vernetzung als Vorteil

Ein großer Vorteil für die Entwicklung von Bixby ist der hohe Vernetzungsgrad mit Dritthersteller-Apps. Das ermöglicht komplexere, dialogähnliche Befehle. Hinzu kommt die von Viv Labs bereitgestellte KI (künstliche Intelligenz), die sich selbstständig weiterentwickelt. So soll Bixby 2.0 seinen eigenen Code schreiben, um neuartige Anfragen zu erlernen und schnell auszuführen.

Bixby: Wettlauf der Tech-Giganten

Die vier führenden Tech-Konzerne (Google, Apple , Microsoft und Samsung) liefern sich mit ihren Assistenten einen Wettlauf um die Gunst der Nutzer. Samsung tritt unter anderem gegen seinen langjährigen Kooperationspartner Google an. Der kalifornische Konzern hatte erst vor Kurzem angekündigt, den Google Assistant in Millionen Smartphones zu bringen, die mit den beiden neusten Versionen seines mobilen Betriebssystems Android ausgestattet sind.

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