CoParenter: KI hilft geschiedenen Eltern Streitigkeiten beizulegen

CoParenter: KI hilft geschiedenen Eltern Streitigkeiten beizulegen

19. März 2019 0 Von Horst Buchwald

Riverside, 19.3.2019

Eine ehemalige Richterin im Bereich des Familienrechts hat sich mit Tech-Unternehmern zusammengetan und die App coParenter gestartet. Sie soll geschiedenen Eltern helfen , Streitigkeiten mit Hilfe dieser Plattform besser zu bewältigen. DieApp ist eine Kombination aus KI-Technologie und menschlicher Interaktion auf Abruf.

Die Gründer von coParenter Hon. Sherrill A. Ellsworth und Jonathan Verk hatten zuvor selber Scheidungsprozesse durchgemacht. Ellsworth war 20 Jahre lang Vorsitzende des Obersten Gerichtshofs im kalifornischen Riverside County. In dieser Zeit erlebte sie , wie Familien durch das heutige Rechtssystem zerstört wurden. „Ich habe gesehen, wie unzählige Familien auseinander gerissen wurden, als sie sich durch das Familienrechtssystem kämpften. Ich habe erlebt, wie Familien selbst die einfachsten Meinungsverschiedenheiten nicht konfliktfrei lösen konnten. Beispiele: wo ihr Kind zur Schule gehen soll, welchem Arzt sie sich anvertrauen, wie sie sich ernähren sollen. Ellsworth weist auch darauf hin, dass 80 Prozent der im Gerichtssaal vorgebrachten Meinungsverschiedenheiten keinen rechtlichen Eingriff erforderlich machten. Am Ende ihrer Karriere wurde ihr klar, dass das Rechtssystem nicht für solche Situationen geschaffen wurde.

Das Zusammentreffen mit Jonathan Verk, zuvor Strategic Partnerships von EVP bei Shazam und CEO bei CoParenter , fand zu genau jenem Zeitpunkt statt, als Verk begonnen hatte mit seinem langjährigen Freund, dem Serienunternehmer Eric Weiss , jetzt COO , an dem Gerüst für coParenter zu arbeiten. Doch ihnen fehlte jemand mit juristischem Fachwisssen. So wurde coParenter geboren.

Es gibt inzwischen mehrere ähnlich geartete Apps wie zum Beispiel OurFamilyWizard, Eltern, AppClose und Divvito Messenger. Doch coParanter ist ein umfassenderes Tool, denn es deckt alle Aspekte der gemeinsamen Elternschaft ab, einschließlich Kommunikation, Dokumentation, gemeinsame Nutzung von Kalender und Zeitplänen, standortbasierte Tools für die Übernahme und Rückgabe von Protokollen, Kostenverfolgung und -erstattungen, Änderungsvorschläge für Zeitpläne, Tools für Entscheidungen bezüglich der täglichen Elternentscheidungen wie Haarschnitte, Diät, Zulage, Mediennutzung usw. treffen.

CoParenter bietet auch einen „Solo-Modus“ – das heißt, die Nutzer können die App auch verwenden, wenn der andere Elternteil sich weigert, dies zu tun. Dies ist eine Schlüsselfunktion, die vielen Konkurrenzapplikationen fehlt.

Das größte Unterscheidungsmerkmal ist jedoch, das die Betroffenen mit coParenter ständig einen Mediator in ihrer Tasche bei sich tragen. Das funktioniert so: Die App verwendet KI, maschinelles Lernen und Sentiment-Analysetechnologie, um Gespräche zivil zu halten. Die Technik springt ein, wenn Fluchworte, konfliktschürende Phrasen und anstößige Namen auftauchen. Sie werden gekennzeichnet , um zu verhindern, dass ein Gespräch eskaliert. Die App reagiert also ähnlich wie es ein menschlicher Mediator tun würde, wenn er zwei Kriegsparteien beruhigen will.

Wenn Eltern mehr Unterstützung benötigen, können sie die App verwenden, anstatt sich an Anwälte zu wenden. Das Unternehmen bietet On-Demand-Zugang zu Fachleuten für monatlich 12,99 USD (ausreichend für zwei Mediationen) als auch jährlich 119,99 USD an. Ellsworth erläutert: „Im Vergleich dazu kostet eine durchschnittliche Stunde mit einem Anwalt zwischen 250 und 500 Dollar, um einen einzigen Antrag einzureichen.“

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