Nato treibt KI- basierte Hightech-Kriegsführung voran

13. Juni 2021 0 Von Horst Buchwald

Nato treibt KI- basierte Hightech-Kriegsführung voran

Brüssel, 13.6.2021

Die NATO erwägt ein technisches Innovationszentrum zur Unterstützung von KI- und digitalen Verteidigungs-Startups, das durch einen VC-Fonds finanziert werden könnte, dem die Mitgliedsstaaten freiwillig beitreten würden, berichtet die Financial Times.

Die Unterstützung für KI-basierte Hightech-Kriegsführung wird eines der vielen Themen sein, die während des NATO-Gipfels in dieser Woche zur Diskussion stehen.

Ein vorgeschlagener NATO-Beschleuniger würde es Militärs und Technologieunternehmen ermöglichen, ihre Kräfte bei KI-Innovationen zu bündeln, die Sicherheit zu erhöhen und einen größeren Markt für Produkte zu schaffen, argumentieren Experten.

Die NATO-Verbündeten sehen sich einer zunehmenden Bedrohung durch Länder wie China ausgesetzt, das stark in KI, Big Data und autonome Systeme investiert. Chinas Innovationen können für fortschrittliche Waffensysteme genutzt werden, was dem Land die Oberhand verschafft, so NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Die NATO-Bündnispartner sind nicht mehr führend bei fortschrittlicher Technologie, was Druck auf die Länder ausübt, Innovationen zu beschleunigen. Ein Teil davon ist die Umstellung der Art und Weise, wie westliche Verteidigungsinstitutionen Innovationen verfolgen, stellte er fest.

Jahrzehntelang fand die technologische Entwicklung im Allgemeinen im Militär statt, das sie mit dem zivilen Sektor teilte. Jetzt werden neue disruptive Technologien wie KI in umgekehrter Richtung verfolgt, wobei die Industrie den Weg vorgibt, so Stoltenberg.

Die NATO sollte KI-gestützte Kommando- und Kontrollsysteme für ein einheitlicheres Schlachtfeld über Regionen hinweg untersuchen, so Ulrike Franke, Expertin für Militärtechnologie beim European Council on Foreign Relations.

 

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